Le candidature

 

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Tête d’homme aux lunettes de bronze

Christof Schwab

1937 sind Paul Klee und Pablo Picasso den Kistlerweg in Bern hinaufspaziert, an unserem Haus Nummer 10 vorbei zum übernächsten Nummer 6, wo Klee in einer Dreizimmerwohnung zu Hause war.
Die Tiefe des Weltverstehens, die Picasso so sehr an Klee bewunderte, würde ich mit dem siebzehnbändigen Brockhaus’ Konversations=Lexikon symbolisieren. Es stammt aus dem Lehrerzimmer des Lehrerseminars Hofwil, wo Hans Klee, der Vater von Paul Klee, Musik unterrichtete.
Ich würde mich innerlich und äusserlich auf den grossen Tag vorbereiten: ein Outfit kreieren, eine eigenwillige Bekleidung, die mich aus dem Alltag verrückt und das Gemälde würde ich abwechselnd durch zwei gegensätzliche verrückte, in die Welt der Kunst gerückte Brillen 1, Silber und Bronze, betrachten. Diese Ver-rücktheit würde mir ermöglichen, im «Offenen» 2 Picassos Buste de femme au chapeau zu begegnen, frei von Konventionen, Wissen und Vorstellungen und ohne geistig-emotionale Schranken.

1 Allemann Goldschmied Bern
2 M. H.